Albert Heyde Stiftung

Bad Freienwalder Heimatkalender 64.2021

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Heimatkalender 2021 Inhaltsverzeichnis    Seite
Vorwort - Gernot Schmidt 5
Kalendarium 8
65 Jahre Bad Freienwalder Heimatkalender - Reinhard Schmook 14
Vom Freienwalder Gesundbrunnen im Jahre 1872 - Richard Krause 25
Der Burgwall und Pfahlbau bei Alttornow - Reinhard Schmook 30
Zum 100. Todestag von Victor Blüthgen (1844-1920) - Veronika Nawin 37
Freienwalder Begräbnisplätze - Ulrich Pfeil 40
Der grüne Weg in Bad Freienwalde - Volker Künkel 44
Zwei Freienwalder Leichenpredigten - Ulrich Pfeil 54
Erinnerungen an die Kindheit in Bad Freienwalde: Rodeln im Sommer - Dieter Butz 61
Vereinssport in Bad Freienwalde von 1933-1945 - Hartmut Raeck 64
Vom schweren Anfang des Deichverbandes "Oderbruch" im Jahre 1945 - Hans-Peter Trömel 76
Stiefkind Schloss Freienwalde - Ulrich Pfeil 80
Vom Ende der Ziegeleitradition in Bad Freienwalde - Burkhard Irrgang 90
Niederschlagsmengen und -verteilung in Bad Freienwalde von 2015 bis 2019 - Dieter Seibt 96
Der goldene Weg zum Glück - Heidrun Jürgens 98
Sei wie das Veilchen im Moose, bescheiden, sittsam und rein, und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein - Antje Stöckmann
103
Der Bau der Erdgasleitung EUGAL - Roy Jürgens 107
Die jungen Apfelbäume am Sonnenburger Weg in Altranft - Dieter Seibt 112
Die Badeanstalt im Wriezener Stadtsee - Horst Regling 116
Die Kolonialwarenhandlung Richard Taecker in Wriezen - Peter Panzer 122
Von der Harnekoper Kirche - Hans-Jobst Liebich 126
Die Gründung der Oberförsterei Steinbeck - Gottfried Lehmann 128
Lebenserinnerungen von Marianne Wolter aus Vevais - Nacherzählt von Helmut Mette 131
Das Falkenberger "Grulhus" - Ingrid Zein 135
Die Colonie auf der Haelse - Astrid Hinsch 138
Über alte Schulbücher in den Gemeinden des Pfarrsprengels Hohen Kränig (Krajnik Dólny) - Hartmut Otto 147
Stein des Anstoßes - Der Hohenwutzener Wegweiserstein von 1903 - Charlotte Thürling 156
Sachsendorf am Neubeginn - Michael Braun 158
30 Jahre und kein bisschen Leiser - Von der Partnerschaft mit Bad Pyrmont - Marco Büchel 167
Wie ich das Kriegsende 1945 im Erzgebirge erlebte - Karl Richter 169
Nachruf auf Pfarrer i.R. Joachim Schneider (1933-2020) - Reinhard Schmook 173
Nachruf für Dr.-Ing. Dieter Wolske - Horst Sander, Hans-Peter Trömel, Reinhard Schmook 175
Zum Gedenken an Klaus-Peter Wilberg (1937-2020) - Reinhard Schmook 179
Buchvorstellungen 181
Jahresrückblick 2019 - Steffen Göttmann & Reinhard Schmook 185
In eigener Sache 192
Autorenverzeichnis 194
Vorwort
Gernot Schmidt
Liebe Leserinnen und Leser des Bad Freienwalder Heimatkalenders,

während ich diese Zeilen schreibe, haben wir es auch im Landkreis Märkisch-Oderland mit Problemen zu tun, die wir in diesem Ausmaß nie für möglich gehalten hätten. Wir stehen im täglichen Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, der allen Verantwortlichen viel abverlangt und zu teilweise sehr harten Maßnahmen zwingt. Ich bin aber froh, dass wir bei den meisten Mitbürgern auf großes Verständnis für die Einschränkungen stoßen, die hoffentlich nicht mehr sehr lange aufrechterhalten werden müssen. Wenn diese Pandemie vorüber ist und wir ihr erfolgreich widerstanden haben, werden wir trotzdem noch lange daran denken.

Vor Ihnen liegt der 65. Jahrgang des Bad Freienwalder Heimatkalenders, eines Heimatbuches, das seit 1957 ununterbrochen erscheint. Es gibt also ein Jubiläum zu feiern, bei dem immer auch eine Rückschau auf die vergangenen Jahre angebracht ist. Diejenigen, die vor 65 Jahren in der Tradition des Oberbarnimer Kreiskalenders den ersten Jahrgang herausgaben, konnten dies nur nach mehreren vergeblichen Anläufen tun. Das Druckpapier war rationiert und die Inhalte der einzelnen Beiträge mussten von der Abteilung Agitation und Propaganda der SED-Kreisleitung abgesegnet werden, sonst gab es keine Druckgenehmigung. Über den Werdegang des Heimatbuches in der DDR-Zeit und nach der Auflösung der DDR im Jahre 1990 berichtet Reinhard Schmook gleich im ersten Beitrag.
Die alte Kur- und Badestadt Freienwalde ist reich an geschichtlichen Überlieferungen und kulturhistorischen Besonderheiten, die es bis heute zu entdecken gibt. Manche von ihnen liegen sehr versteckt, wie der Burgwall bei Alttornow, der alle seine Geheimnisse noch nicht preisgegeben hat.
Neben der Geschichte der Stadt als Badeort gab es hier und in der unmittelbaren Umgebung seit Jahrhunderten eine bedeutende Ziegeleitradition. Große Ziegeleien, in denen hunderte Freienwalder unter harten Bedingungen arbeiteten, lieferten den begehrten Baustoff vor allem nach Berlin, das ab 1871 allmählich zur Weltstadt ausgebaut wurde. Wie dieser profilbestimmende Industriezweig zu Ende ging, berichtet der einstige Betriebsdirektor des Drainrohrwerkes Burkhard Irrgang.
Das Redaktionsmitglied Hartmut Raeck erforscht seit Jahren die Sportgeschichte der Stadt und stellt diesmal die Jahre von 1933 bis 1945 vor. Die Nazis hatten nach der Machübernahme alle Sportvereine „gleichgeschaltet“ und die sportlichen Aktivitäten ausnahmslos in ihren Dienst gestellt. Der langjährige Chef des Bad Freienwalder Deichhauses, Hans-Peter Trömel, berichtet vom schweren Anfang des Hochwasserschutzes nach 1945, eine Aufgabe, die in unserem Landkreis von besonderer Wichtigkeit ist.
Schon seit dem ersten Jahrgang finden sich in den Kalendern stets auch naturkundliche Beiträge aus der schönen und waldreichen Umgebung der Stadt. Diesmal erfahren Sie von der Professorin Antje Stöckmann von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Interessantes über die Schlingrose „Veilchenblau“.
Der Naturfreund Dieter Seibt kümmert sich um die neugepflanzten Apfelbäume am Sonnenburger Weg, die in den ersten Jahren eine besondere Zuwendung brauchen, wenn sie nicht wieder eingehen sollen.
Auch die Nachbarorte finden immer Platz auf den über 200 Seiten, die der Heimatkalender inzwischen hat. Es gibt einen Blick nach Wriezen auf den dortigen Stadtsee oder nach Steinbeck, wo einst eine wichtige Oberförsterei gegründet wurde.
Jedes Jahr behandeln sachkundige Autoren auch Themen aus Orten, die heute in Polen liegen und doch eine lange deutsche Geschichte haben. Dazu gehört der kleine Ort Hälse östlich der Oder gegenüber von Kienitz, eine friderizianische Kolonie.
Der Angermünder Heimatkundler Hartmut Otto schreibt über alte Schulbücher, die im 19. Jahrhundert in dem Dorf Hohen Kränig (Krajnik Dolny) im Dorfschulunterricht Verwendung fanden.
Seit 30 Jahren unterhält Bad Freienwalde eine Städtepartnerschaft mit Bad Pyrmont, die sehr lebendig ist und durch gegenseitige Besuche ständig neu aufgefrischt wird.

Als Landrat musste ich schon oft den Verlust aktiver Mitbürger beklagen, die sich uneigennützig in das gesellschaftliche Leben unserer Heimat eingebracht haben. Der neue Heimatkalender enthält Nachrufe für den langjährigen Pfarrer Joachim Schneider in Neuküstrinchen, den verdienstvollen Leiter des Oderbruchzoos Altreetz, Klaus-Peter Wilberg, und den Mitstreiter im Redaktionskollegium des Heimatkalenders, Dr. Dieter Wolske. Ich habe sie alle gekannt und weiß, dass jeder von ihnen eine große Lücke in seinem speziellen Wirkungskreis hinterlässt.

Schließlich danke ich der Albert Heyde Stiftung für die Herausgabe des Heimatkalenders, dem Redaktionskollegium für die redaktionelle Arbeit und den Autoren für die unentgeltliche, fleißige Erarbeitung ihrer interessanten Beiträge.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,
wünsche ich viel Freude beim Lesen und
neue Einsichten in das, was unsere Heimat ausmacht.

Ihr
Gernot Schmidt
Gernot Schmidt
Landrat des Kreises Märkisch-Oderland
In eigener Sache

Winter im Schlosspark Vor Ihnen liegt der Jubiläumsjahrgang des Bad Freienwalder Heimatkalenders, der vor 65 Jahren das erste Mal erschien. Darauf sind wir stolz und werden uns bemühen, das beliebte Heimatbuch auch in den kommenden Jahren in der gewohnten Qualität herzustellen. An Beiträgen und Beiträgern mangelt es nicht und jedes Mal müssen wir einzelne Artikel in das kommende Jahr verschieben, weil der Platz mal wieder nicht gereicht hat.

Das Interesse an der 2020er Ausgabe war wieder sehr erfreulich und wiederum gingen einzelne Exemplare in entfernte Gegenden unserer Welt, wo ehemalige Freienwalder leben, für die der Kalender ein Stück alte Heimat bedeutet. Wenn diese Kalenderausgabe erscheint, steckt das Redaktionsteam schon in den Vorbereitungen für den nächsten Jahrgang 2022.

Bereits im Oktober 2019 hat uns ein überaus aktiver Mitarbeiter verlassen. Dr. Dieter Wolske, 12 Jahre lang Mitglied des Redaktionskollegiums, verstarb an seiner schweren Krankheit (siehe den Nachruf in dieser Ausgabe). Neu im achtköpfigen Redaktionskollegium sind Frau Veronika Nawin, die schon seit Jahren aktiv an der redaktionellen Arbeit beteiligt ist, und Herbert Lauter aus Falkenberg, von dessen heimatgeschichtlichem Interesse seine Kalenderbeiträge in den letzten Jahren zeugen.

Auch in diesem Jahrgang gibt es wieder Beiträge aus der Nachbarregion östlich der Oder, dem einstigen Kreis Königsberg/Neumark. Unserer Freund und langjähriger Mitstreiter Hartmut Otto aus Angermünde hat sich mit Schulbüchern beschäftigt, die von neumärkischen Lehrern über zwei Jahrhunderte hinweg benutzt worden sind. Frau Astrid Hinsch in Kaltenkirchen hat ein Buch über „die Colonie auf der Haelse“ geschrieben. Im diesjährigen Heimatkalender stellt sie das Heimatdorf ihrer Vorfahren am Oderbruchrand im ehemaligen Kreis Königsberg/Neumark vor. Den geschichtlichen Blick über die Oder werden wir auch in den nächsten Kalenderausgaben beibehalten.

Der allgemeine Zuspruch zeigt, dass unsere Arbeit am Heimatkalender und die der Autoren anerkannt und allseits begrüßt werden. Wenn Sie uns einen interessanten Beitrag über unsere Heimat zur Veröffentlichung schicken möchten, können Sie dies in digitalisierter Form tun. Hand- oder maschinenschriftliche Manuskripte nehmen wir ebenso gerne entgegen. Abbildungsvorlagen benötigen wir allerdings im Original oder in gescannter Form (mindestens 300 dpi). Alle Materialien erhalten Sie selbstverständlich zurück. Leider können wir keine Honorare zahlen. Sie erhalten aber für Ihren Beitrag ein Belegexemplar. Allen, die den jetzt vorliegenden neuen Heimatkalender durch einen Beitrag und durch entsprechende Bildvorlagen bereichert haben, danken wir an dieser Stelle sehr herzlich.

Wir haben auch den Firmen und Einzelpersonen zu danken, die sich seit Jahren an der Herausgabe dieses Kalenders über eine Werbeanzeige oder auch eine Spende finanziell beteiligen. Sie haben es uns mit ihrer Zuwendung auch dieses Jahr ermöglicht, über die vielen interessanten Kalenderbeiträge das Heimatbewusstsein zu stärken, ganz im Sinne des Willens unserer Stifterin.

Generell freut sich die Albert Heyde Stiftung auch über vorhabenbezogene oder allgemeine Spenden, für die wir gerne auch entsprechende Zuwendungsbestätigungen ausstellen.

Das Redaktionskollegium

Die Bankverbindung der Alber Heyde Stiftung lautet:
IBAN: DE30 1705 4040 3000 4147 37
BIC: WELADED1MOL
Impressum
Villa Berliner Straße 47
Herausgeberin: Albert Heyde Stiftung in Bad Freienwalde (Oder), 2020

Anschrift der Redaktion:
Oderlandmuseum
Uchtenhagenstraße 2
16259 Bad Freienwalde (Oder)
Tel. 033 44 / 20 56, Fax. 033 44 / 327 24
E-Mail: oderlandmuseum@albert-heyde-stiftung.de

Redaktion und Gesamtbearbeitung:
Dr. Reinhard Schmook

Redaktionskollegium:
Herbert Lauter, Ingrid Linke, Veronika Nawin, Peter Panzer, Margot Prust, Margot Prust, Hartmut Raeck, Dr. Reinhard Schmook, Hans-Peter Trömel, Dr. Dieter Wolske (†)

Gesamtgestaltung:
© Findling Verlag Sandra Knopke & Saskia Klemm GbR, Werneuchen, 2020
www.findling-verlag.de
info@findling-verlag.de

Druck: Druckzone GmbH & Co. KG, Cottbus

Bildnachweis:
Die Abbildungsvorlagen werden zumeist von den Autoren der Beiträge geliefert.
Fotograf bzw. Bildquelle sind jeweils in der Bildunterschrift genannt.

Titelfoto:
Der Aussichtsturm auf dem Galgenberg, eingeweiht 1879 als Denkmal für die Gefallenen des Landkreises Oberbarnim in den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71. Ansichtskarte um 1905

Umschlag Seite 2:
die Villa Berliner Straße 47, im Jahre 1920 erbaut von Oberstudiendirektor Wilhelm Loose, gehört zu den schönsten Häusern von Bad Freienwalde. Foto: Mathilda Virtanen
Umschlag Seite 3:
Winter im Freienwalder Schlosspark. Foto: R. Schmook
Umschlag Seite 4:
Herbst im Freienwalder Schlosspark. Foto: Astrid Grap
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