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zum Verkauf Vorstellung des neuen Heimatkalenders

Hans-Peter Trömel Zur Vorstellung des neuen Bad Freienwalder Heimatkalenders 61.2017 hatte die Albert Heyde Stiftung und das Redaktionskollegium in den Theaterpavillon (Teehäuschen) des Schlosses geladen und erschienen sind nicht nur die Redakteure, sondern auch viele interessierte Bürger.

Der Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Trömel begrüßte auf das Herzlichste die Anwesenden und sprach allen Redakteuren seinen Dank für die umfangreichen und selbstlosen Zuarbeiten für diesen Kalenderjahrgang aus.
Redakteure - Heimatkalender Anschließend stellte Dr. Reinhard Schmook in einen bebilderten Vortrag die einzelnen Beiträge mit vielen weiterführenden Informationen vor. Diese Ausgabe enthält u.a. einen Rückblick auf die Höhepunkte des 700-jährigen Jubiläumsjahres, viele interessante Beiträge aus vergangenen Zeiten der Stadt, Geschichten über besondere Gebäude und die gewandelte Natur der Region sowie Wissenswertes über alte Bahnen und Landschaften der märkischen Idylle.

Verkauft wird dieser neue Heimatkalender ab sofort in Bad Freienwalde u. a. in der Buchhandlung "Bücherfreund", im Oderlandmuseum und in der Tourist-Information.
Text und Bilder: H. Lauter

Neue Ausstellung zur 700-jährigen Stadtgeschichte von Bad Freienwalde im Oderlandmuseum eröffnet

Ausstellungseröffnung Bereits im Juni 2016 hat die Albert Heyde Stiftung als ihren ersten Beitrag zum Stadtjubiläum einen umfangreichen Bild-Text-Band mit dem Titel "700 Jahre Bad Freienwalde (Oder) - Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg" (Autor Dr. R. Schmook) herausgegeben. Der zweite Beitrag besteht nun in der Überarbeitung und Erweiterung der ständigen Ausstellung zur Geschichte von Bad Freienwalde im Oderlandmuseum. In Anwesenheit von gut 60 Gästen wurde diese neue Ausstellung am 18. November 2016 durch den Vorsitzenden der Albert Heyde Stiftung, Herrn Hans-Peter Trömel, feierlich eröffnet. Zu den Gästen zählten Herr Sachse vom Brandenburgischen Museumsverband, Herr Texdorf als Vertreter der Stadt Bad Freienwalde und der langjährige Freund und Mitstreiter des Oderlandmuseums, der Eisenbahnhistoriker Dr. Horst Regling, dem Herr Trömel an jenem Tag zum 82. Geburtstag gratulierte.

Ausstellungseröffnung Die neue Ausstellung stellt die Alleinstellungsmerkmale der Kurstadt Bad Freienwalde vor, also die Aspekte in der Stadtgeschichte, die in ganz Brandenburg einzigartig sind. Dazu zählen die Lage der Stadt an einem sehr alten Straßenübergang über das Oderbruch, die Uchtenhagensche Herrschaft von 1374 bis 1618 und natürlich die Gründung des Freienwalder Gesundbrunnens durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg im Jahre 1684. Danach begann die einzigartige Entwicklung der zuvor recht bescheidenen Stadt zur ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg. Wie sich diese Entwicklung bis zur Gegenwart darstellt, kann man anhand der Bild-Text-Tafeln in der Ausstellung nachvollziehen. Daneben wird auch über die Geschichte des Freienwalder Alaunwerks von 1717 bis 1857, über die dunklen Jahre der Nazi-Herrschaft, über die DDR-Zeit und über die grandiose und gelungene Erneuerung des Stadtbildes in den letzten 25 Jahren informiert. Höhepunkt am Eröffnungstag war für alle Anwesenden ein Blick auf die Originalurkunde vom 13. Juni 1316, in der Freienwalde zum ersten Mal erwähnt wird. Diese Urkunde dokumentiert den Verkauf des uckermärkischen Dorfes Lüdersdorf durch den brandenburgischen Markgrafen Woldemar an das Zisterzienserkloster Chorin und wurde hier in der Stadt vollzogen. Nachdem das Original für einige Wochen im Oderlandmuseum zu sehen war, musste es inzwischen aus konservatorischen Gründen wieder zurück in das Brandenburgische Landeshauptarchiv nach Potsdam. Die Albert Heyde Stiftung bedankt sich beim Direktor des Archivs, Herrn Prof. Dr. Klaus Neitmann, für die Möglichkeit, diese Urkunde nach 700 Jahren nochmal an ihren Ursprungsort zurückholen zu dürfen.
Text: R. Schmook, Bilder: H. Lauter

zum Verkauf Buchvorstellung: "700 Jahre Bad Freienwalde (Oder) - Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt
in Brandenburg"


700 Jahre Bad Freienwalde Am Donnerstag Nachmittag, dem 30. Juni, wurde im Bad Freienwalder Rathaus vor mehr als 40 interessierten Zuhörern die anlässlich des Stadtjubiläums von der Albert Heyde Stiftung herausgegebene illustrierte Stadtchronik "700 Jahre Bad Freienwalde (Oder) - Geschichte der ältesten Kur- und Badestadt in Brandenburg" vorgestellt. Nach Begrüßung durch den Stadtverordnetenvorsteher Jörg Grundmann, der auch das Vorwort geschrieben hat, und den Stiftungsratsvorsitzenden Hans-Peter Trömel stellte der Autor Dr. Reinhard Schmook anhand einer Auswahl der abgedruckten Bilder sein Buch vor, das als Band 5 der Heimatkundlichen und regionalgeschichtlichen Schriften der Albert Heyde Stiftung im Geiger Verlag Horb am Neckar erschienen ist.
In 13 Kapiteln, die den wichtigsten Zäsuren in der Freienwalder Stadtgeschichte folgen, wird die Entwicklung der Stadt von einer unbedeutenden Handwerkersiedlung mit Mediatcharakter zur ältesten Kur- und Badestadt Brandenburgs nachgezeichnet.

An einem viel benutzten Handelsstraßen-Übergang über die Oder entstand Anfang des 13. Jahrhunderts die deutsche Kaufmannssiedlung Freienwalde, die 1316 in einer Choriner Übereignungsurkunde erstmals als "Vrienwolde" erwähnt wird.

Mit der Entdeckung heilkräftiger Quellen im oberen Brunnental setzte gegen Ende des 17. Jahrhunderts ein allmählicher Aufschwung ein, der mit der Gründung des Freienwalder Gesundbrunnens durch den Landesherrn, den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, im Jahre 1684 begann. Über 100 Jahre später besuchte 1788 König Friedrich Wilhelm II. Stadt und Gesundbrunnen. Danach stellte er umfangreiche Finanzmittel für den Ausbau des Bades zur Verfügung. Infolge dieser wirksamen finanziellen Unterstützung kam es in Freienwalde zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit, die das gesamte Stadtbild bis heute prägt.

Seit 1790 hielt sich Königin Friederike Luise, Gemahlin König Friedrich Wilhelms II., in den Sommermonaten regelmäßig in Freienwalde auf. Am Hang eines ehemaligen Weinberges ließ sie sich einen Konzert- und Theaterpavillon errichten, das so genannte Teehäuschen. Gleichzeitig verschönerte sie sie pittoresken Gegenden um die Stadt durch den Bau von Lusthäuschen, Parkarchitekturen und einem ausgedehnten Wanderwegenetz. 1798/99 erbaute der namhafte Baumeister David Gilly am Hang des Weinberges für die Königin ein Sommerschloss, das zu den Kleinodien preußischer Landbaukunst des Klassizismus zählt. Es wurde 1909 von dem Industriellen, Schriftsteller und späteren Politiker Walther Rathenau erworben und im Stil der Erbauungszeit restauriert. Heute ist das restaurierte Schloss Freienwalde ein Erinnerungsort an den 1922 von Republikfeinden ermordeten Reichsaußenminister. In einer ständigen Ausstellung werden Leben und Werk des großen Deutschen gezeigt.

Seit 1925 darf Freienwalde den Zusatz "Bad" im Stadtnamen führen. Damals florierten Fremdenverkehr und Badebetrieb wie nie zuvor. Bad Freienwalde war bevorzugter Erholungsort des Berliner Mittel- und Kleinbürgertums, besonders auch jüdischer Kaufleute. Zimmervermietung und Betreuung der Kurgäste entsprachen europäischem Standard. Diese erfolgreiche Ära endete in der Anfang 1933 beginnenden Nazizeit, als zuerst keine Juden mehr kommen durften und dann bei Kriegsausbruch der Kur- und Badebetrieb gänzlich eingestellt werden musste.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges überstand Bad Freienwalde ohne größere Zerstörungen, doch die bürgerliche Welt des kleinen Badeortes war für immer untergegangen. Der Gesundbrunnen firmierte fortan als "Moorbad der Werktätigen", in dem vor allem Kumpel der Lausitzer Braunkohlenbergwerke Heilung bzw. Linderung erfuhren. Gegen Ende der DDR waren seine Einrichtungen stark verschlissen und veraltet.

Nach der Wiedervereinigung gelang es, mit der Allgemeinen Hospitalgesellschaft Saarbrücken einen Investor und Betreiber der Kureinrichtung zu finden, dessen mit Millionenaufwand errichteter und 1994 eingeweihter Klinikneubau den Fortbestand des Bades bis heute ermöglichte. Inzwischen ist die moderne Fachklinik als Akt der Zukunftssicherung eine Einrichtung der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH geworden, in der der Landkreis Märkisch-Oderland Mehrheitsgesellschafter ist. Das seit 1840 als staatlich anerkanntes Heilmittel angewandte Moor wird bei Amalienhof im Oderbruch gewonnen, wo die Vorräte noch für Jahrhunderte reichen werden.

Nach Erfüllung weitreichender Auflagen erhielt Bad Freienwalde im Dezember 2003 das Prädikat "Staatlich anerkanntes Moorheilbad", was eine enorme Aufwertung und Steigerung des Ansehens bedeutete. Außerdem ist die Stadt Mitglied der Arbeitsgemeinschaft von 31 brandenburgischen Städten mit historischen Stadtkernen. Das schlug sich in einer nie dagewesenen Verschönerung des Stadtbildes nieder. Im Zuge der Stadterneuerung der letzten 25 Jahre sind die denkmalgeschützte Altstadt, das Schlossanwesen und das Moorbad in alter Schönheit und neuem Glanz wiedererstanden.

Im Jubiläumsjahr 2016 hat Bad Freienwalde mit allen sechs Ortsteilen ca. 12.300 Einwohner, die eigentliche Stadt ca. 7.750. Im Jahre 1989 lebten in der Kernstadt noch ca. 11.000 Menschen! Dem weiteren Rückgang der Einwohnerzahlen muss durch sinnvolle und realistische Wirtschaftsförderung, zu der auch der Tourismus und der Kurbetrieb gehören, entgegen gewirkt werden. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Es sind aber von allen Verantwortlichen und auch von jedem Bürger der Stadt große Anstrengungen nötig, damit unsere hübsche alte Kur- und Badestadt ein lebens- und liebenswerter Ort zwischen Bruch und Barnim bleibt. In dieser Hoffnung und Zuversicht sowie im Vertrauen darauf, dass unsere Nachkommen an die positiven Elemente der Stadtentwicklung anknüpfen werden, wollen wir das 700-jährige Jubiläum unserer Heimatstadt mit unseren Gästen freudvoll feiern.

Die Stadtchronik kostet 18,90 Euro und ist u. a. in der Buchhandlung "Bücherfreund",
in der Tourist-Information und im Oderlandmuseum käuflich zu erwerben.
Auf Wunsch signiert der Autor gern das erworbene Buch.
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Text: R. Schmook